
Beschreibung: Mit BackWPup können Sie Ihre gesamte
WordPress Installation inklusive aller bereits erstellten und
veröffentlichten Inhalte sowie aller Plugins und Einstellungen sichern
lassen. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn es irgendwann mal zu
einem Datenverlust kommen sollte. Gründe dafür können zahlreich sein.
Vielleicht, weil Ihre Website gehackt wurde oder weil Ihr Webhoster
Probleme mit den Servern hatte. Dann ist es immer gut, ein Backup zu
besitzen, welches sich später wieder einspielen lässt.
Im Plugin selbst gibt es zahlreiche Wege, ein Backup zu erstellen. Sie
können beispielsweise ausschließlich ein Backup der Datenbank anlegen
und die erstellte Datei dann bei Dropbox ablegen lassen. An dieser
Stelle möchten wir Ihnen zeigen, wie Sie zumindest ein tägliches Backup
der Datenbank und aller Dateien auf dem gleichen Server einrichten, auf
dem auch WordPress läuft. Denn die meisten Benutzer benötigen genau das.
Damit möchten wir Ihnen das Grund-Know-How zum Bedienen des Plugins
geben. Weitere, eventuell komplexere Einstellungen können Sie dann
jederzeit selbst vornehmen.
Suche im Plugin-Verzeichnis im Backend: BackWPup
oder Download: https://wordpress.org/plugins/backwpup/
Nachdem Sie das Plugin erfolgreich installiert und aktiviert haben, gehen Sie wie folgt vor, um die nötigen individuellen Einstellungen zu treffen.
So erstellen Sie ein Backup mit dem Plugin BackWPup:
Ein Backup planen – Schritt für Schritt
1) Auftrag anlegen
Wechseln Sie zum Menüpunkt „BackWPup“ > „Neuer Auftrag“.

2) Planen
Nachdem Sie Ihre Einstellungen im Tab „Allgemein“ gespeichert haben, klicken Sie auf „Planen“:

Auftragsplanung
-
Auftrag starten
Wählen Sie hier „mit WordPress Cron“ aus. Danach eröffnen sich für Sie weitere Möglichkeiten.
Plane Ausführungszeit
-
Planungstyp
Wählen Sie „einfach“ aus. -
Planer
Wählen Sie das tägliche Backup aus. Am besten nachts (das voreingestellte 3 Uhr ist in den meisten Fällen passend).

3) Allgemeine Angaben
Als Erstes befinden Sie sich dann im Tab „Allgemein“. Dort vergeben Sie einen Namen. In unserem Fall ist das „Tägliches Backup“.

Nun gehen wir Schritt für Schritt durch die Einstellungen:
Auftragsdetails
-
Dieser Auftrag ist ein …
Wählen Sie hier „Datenbank Backup“, „Dateien Backup“ und „Liste der installierten Plugins“ aus. Denn wir wollen ja ein komplettes Backup und nicht etwa eine Export-Datei erstellen.
Erstellen der Backup-Datei
-
Archivname
Wir empfehlen, die Einstellung so zu belassen, wie sie ist. Im Normalfall enthält der Name das vorangestellte „backwpup_“ gefolgt von einer zufälligen Zeichenfolge und dem aktuellen Datum in umgekehrter Reihenfolge. Die Vorschau (Preview) zeigt an, wie der Name einer Datei aussehen würde. Mit den weiter unten genannten „Ersetzungsmustern“ können Sie dem Dateinamen ein ganz anderes Aussehen verpassen. -
Archiv Format
ZIP ist hier in der Regel die beste Wahl, denn ein ZIP-Archiv kann jeder Benutzer schnell entpacken.
Zielordner des Auftrags
Wo soll die Backup-Datei gespeichert werden?
Hier gibt es mehrere Optionen. Und es werden immer wieder Neue
hinzugefügt. In unserem Beispiel aktivieren wir das Häkchen bei „Backup
in Ordner“.
Hinweis
Wir empfehlen an dieser Stelle, keine Backups per E-Mail verschicken zu lassen. Und zwar aus zwei Gründen. In den meisten Fällen werden die Backup-Dateien sehr groß (mehrere hundert Mega- oder Gigabyte). Das verkraftet in der Regel kein E-Mail-Postfach. Viele E-Mail-Postfächer sind auf 10 oder 100 MB beschränkt. Das heißt: Sie werden Ihr Backup nie erhalten. Zum zweiten dauert das Abrufen Ihrer E-Mails mitunter sehr lange.
Die beste Lösung wäre, wenn das Backup nicht auf dem gleichen Server abgelegt ist, auf dem WordPress läuft. Warum? Falls sich ein Hacker Zugriff zum Server verschafft, sind die Backups möglicherweise infiziert und können nicht zur Wiederherstellung genutzt werden. Wir verstehen aber, dass das Speichern auf einem externen Server (z.B. via FTP oder einem Dienstleister wie Dropbox) nicht immer möglich oder gewünscht ist. Deswegen wollen wir Ihnen an dieser Stelle zeigen, wie Sie das Backup auf dem gleichen Server speichern, auf dem auch WordPress läuft. Denn es gilt: Ein schlechtes Backup ist immer besser als gar kein Backup!
Nachdem Sie ein Häkchen gesetzt haben, wird weiter oben ein neuer Tab hinzugefügt. In unserem Fall ist das der Tab mit dem Namen „Zu: Ordner“:

Protokoll-Dateien
-
Protokolldateien per E-Mail senden
Geben Sie hier Ihre E-Mail-Adresse ein. -
VON-Feld der Nachricht
Geben Sie hier ein, von welcher E-Mail-Adresse die E-Mail geschickt werden soll. Geben Sie bitte nur eine E-Mail-Adresse mit Ihrer eigenen Domainendung ein. Andernfalls wird das Versenden der E-Mails nicht funktionieren. -
Nur Fehler
Wir empfehlen, diesen Haken gesetzt zu lassen. Dann werden Sie nämlich nur dann per E-Mail eine Nachricht erhalten, falls es beim Backup zu einem Fehler kam.
Klicken Sie auf „Änderung speichern“.
4) Datenbank-Backup
Nachdem Sie Ihre Einstellungen gespeichert haben, wechseln Sie zum Tab „Datenbank-Backup“:

Einstellungen für das Datenbank-Backup
-
Zu sichernde Tabellen
Klicken Sie auf den Button „alle“. Wir wollen nicht, dass uns etwas entgeht. -
Backup Dateiname
Vergeben Sie einen Namen. Voreingestellt ist die Bezeichnung, die Ihr Webhoster verwendet. Wir empfehlen so etwas wie „datenbank“ einzugeben. Das hilft Ihnen später, die Datenbank-Datei ausfindig zu machen. -
Backup-Datei Komprimierungsmethode
Wählen Sie hier „GZip“ aus, falls möglich. Datenbankinhalte sind in der Regel Textinhalte. Und diese lassen sich sehr gut komprimieren. Das spart Speicherplatz.
Speichern Sie Ihre Einstellungen.
5) Dateien & Plugins
Die Tabs „Dateien“ und „Plugins“ können Sie an dieser Stelle überspringen, denn sie sind bereits passend eingestellt. Sie können aber natürlich jederzeit einen Blick hineinwerfen. Im Grunde werden „alle nötigen Dateien“ gespeichert, was es erlaubt, Ihre WordPress-Installation später vollständig wiederherstellen zu können.
6) Zu: Ordner
Unter Schritt 3 haben Sie festgelegt, dass die Backups in einem Ordner des Webspace, auf dem auch WordPress läuft, gesichert werden sollen. Im letzten Tab „Zu: Ordner“ gibt es weitere Einstellmöglichkeiten dazu:

Backup-Einstellungen
-
Ordner für Dateien
In der Regel müssen Sie hier nichts anpassen. Denn eine Bezeichnung für den Ordner wurde für Sie bereits erstellt. Das Feld geht im übrigen vom Verzeichnis /wp-content/ aus. Im Beispiel von oben wäre der Ordner also über http://ihre-seite.de/wp-content/uploads/backwpup-16d88c-backups/ aufrufbar. Lesen Sie dazu bitte auch die Warnung am Ende. -
Dateilöschung
Hier stellen Sie ein, wie viele Backups das System behalten soll. Für ein tägliches Backup – wie wir es hier einrichtigen – empfehlen wir die Aufbewahrung von mindestens 7 Backups. Somit können Sie sieben Tage in die Vergangenheit reisen, wenn Sie so wollen. Wenn Sie viel Webspace bei Ihrem Webhoster gebucht haben, dann können Sie diese Zahl weiter erhöhen.
Warnung
Stellen Sie bitte sicher, dass auf Ihre Backups von außen nicht zugegriffen werden kann. Rufen Sie dazu – wie oben erwähnt – die URL http://[ihre-seite.de]/wp-content/[ordner-name]/ auf. Ihr Browser sollte dann so etwas wie das anzeigen und einen Fehler produzieren:
Ein Aufruf des Backup-Verzeichnisses sollte von außen nicht möglich sein
Falls Sie Änderungen durchgeführt haben, klicken Sie auf „Änderungen speichern“.
Backup manuell starten
Nachdem Sie Ihre Einstellungen gespeichert haben, bietet Ihnen BackWPup die Möglichkeit, den Auftrag sofort zu starten. Klicken Sie dazu auf den Link „Jetzt starten“.

Alternativ können Sie direkt zur Auftragsübersicht gehen und dort den Auftrag starten:

Sie können dem Backup zusehen, wie es läuft. Mit dem Button „Zeige Auftragslog“ können Sie sich detaillierte Infos anzeigen lassen, falls es Sie interessiert.

So spielen Sie ein Backup wieder ein:
Nehmen wir an, der Fall ist eingetreten und Sie können Ihre Website nicht mehr erreichen. Vielleicht, weil ein Update fehlschlug oder etwas anderes Unvorhergesehenes passiert ist. Gut, dass Sie ein Backup gemacht haben.
1) Backup herunterladen & entzippen
Im ersten Schritt sollten Sie das zuletzt erstellte Backup herunterladen. Wenn Sie die Schritte weiter oben befolgt haben, liegt Ihr Backup auf dem Webserver. Sie können via FTP dort zugreifen und es herunterladen.
Es liegt in der Regel im Ordner /wp-content/uploads/backwpup-xxxxxx-backups/. Wobei xxxxxx für eine zufällig generierte Zeichenfolge steht.

2) Backup herunterladen (Alternative)
Sollten Sie noch Zugriff zu Ihrer WordPress-Seite haben, können Sie das Backup auch direkt dort herunterladen. Loggen Sie sich dazu ins Dashboard ein und klicken Sie im Menü links auf „BackWPup“ > „Backups“.

Mit einem Klick auf „Herunterladen“ neben dem letzten Backup können Sie das Backup (ein ZIP-Archiv) herunterladen.
3) Ordner über FTP hochladen
Sobald Sie Ihr Backup heruntergeladen haben, entpacken Sie dieses lokal auf Ihrem Rechner.

4) Dateien abtrennen
Dieser Schritt ist besonders wichtig. Wie Sie sicherlich bemerkt haben, handelt es sich bei dem ZIP-Archiv um eine 1-zu-1-Kopie Ihrer Website plus einige zusätzliche Dateien. Diese müssen nun vom Backup getrennt werden. Die Dateien sind:
- backwpup_readme.txt
- datenbank.sql.gz
- manifest.json
- Meine-Website.pluginlist.2016-04-28.txt
Erstellen Sie dazu ein neues, übergeordnetes Verzeichnis und schieben Sie dort alle Dateien hinein. Das Verzeichnis „backwpup_16d8cc_2016-04-28_05-24-36“ habe ich gleich noch in „WordPress“ umbenannt:

5) WordPress-Dateien hochladen
Nun öffnen Sie Ihr FTP-Programm und stellen eine Verbindung her. Wie das im Detail geht, haben wir im Kapitel WordPress Eigeninstallation genauer beschrieben. Wechseln Sie dann in das Verzeichnis, in dem WordPress installiert ist.
Nun sehen Sie alle WordPress-Dateien vor sich. Es gibt nun zwei Vorgehensweisen:
Möglichkeit A: Alle Dateien löschen
Wenn Sie die Vermutung haben, dass Ihre Website durch einen Hacker-Angriff zerstört wurde, empfehlen wir, alle Dateien vorher zu löschen. Dies stellt sicher, dass alle möglicherweise infizierten Dateien verschwinden.
Markieren Sie dazu alle Dateien und klicken dann mit der rechten Maustaste auf eine beliebige Datei. Wählen Sie dann im erscheinenden Popup den Punkt „Löschen“ aus.

Die Sicherheitsabfrage bestätigen Sie dann noch mit „Löschen“. Das Löschen an sich nimmt wahrscheinlich einige Zeit in Anspruch.
Nach diesem Vorgang sollte Ihr WordPress-Verzeichnis leer sein. Dann können Sie beginnen, alle Dateien aus Ihrem Backwup wieder hochzuladen. Und zwar alle Dateien im Ordner, den wir vorher in „WordPress“ umbenannt haben. Dazu markieren Sie alle Dateien aus dem lokalen Verzeichnis und ziehen es in Ihr FTP-Programm.
Möglichkeit B: Dateien ersetzen
Wenn Ihre Website nicht etwa durch einen Hacker-Angriff zerstört wurde, können Sie die nötigen Dateien ersetzen anstatt sie vorher vollständig zu löschen. Dazu müssen Sie vielleicht nur Teile Ihrer Website wiederherstellen. Wir gehen hier davon aus, dass Sie alle Dateien ersetzen lassen möchten.
Und so geht’s: Markieren Sie alle Dateien aus dem lokalen Backup. Und zwar alle Dateien im Ordner, den wir vorher in „WordPress“ umbenannt haben. Dazu markieren Sie alle Dateien aus dem lokalen Verzeichnis und ziehen es in Ihr FTP-Programm.
Nach kurzer Wartezeit wird Sie Ihr Programm warnen, dass einige der Dateien schon vorhanden sind. Sie müssen dann auswählen, wie das Programm verfahren soll. In CyberDuck können Sie aus der Auswahl oben „Überschreiben“ als Möglichkeit wählen:

Klicken Sie im obigen Fall auf „Fortfahren“. Der Upload wird einige Zeit in Anspruch nehmen.
6) Datenbank wiederherstellen
WordPress besteht hauptsächlich aus zwei Dingen: den Dateien (die Sie im letzten Schritt bereits wiederhergestellt haben) und der Datenbank. In der Datenbank liegen all Ihre Inhalte.
In den meisten Fällen müssen Sie auch Ihre Datenbank aus dem Backup wiederherstellen. Das wollen wir Ihnen hier erklären:
6.1) phpMyAdmin aufrufen
Nun benötigen Sie ein Tool, das den Namen „phpMyAdmin“ trägt. Es ermöglicht es Ihnen, die genauen Daten der Datenbank einzusehen und diese zu manipulieren.
In der Regel ermöglicht jeder Webhoster den Zugriff auf die Datenbank über dieses Tool. Deshalb müssen Sie sich jetzt bei Ihrem Webhoster anmelden und danach suchen. Bei DomainFactory finden Sie es zum Beispiel im Menüpunkt „MySQL-Datenbanken“. Falls Sie phpMyAdmin nicht finden können, raten wir Ihnen, direkt in Kontakt mit Ihrem Webhoster zu treten. Er weiß genau, wo sich dieser Menüpunkt versteckt.
Leider können wir nicht für jeden Hoster einzeln vorstellen, wie Sie an das oben genannte Tool herankommen. Dazu gibt es leider zu viele verschiedene Hoster. Wir können Ihnen aber zeigen, wie das Tool aussieht:

Oben links haben Sie über das Auswahlmenü die Möglichkeit, Ihre Datenbank auszuwählen.
6.2) Tabellen löschen
Da wir im nächsten Schritt das Backup einspielen wollen, müssen Sie nun alle Tabellen löschen.

Klicken Sie dazu auf den Link „Alle auswählen“. Daraufhin werden alle Checkboxen markiert. Im weiter rechts stehenden Auswahlfeld wählen Sie „Löschen“ aus.
Sie werden danach gefragt, ob Sie den Befehl wirklich ausführen wollen. Beantworten Sie die Sicherheitsfrage mit „JA“.

Danach werden Sie zur ursprünglichen Seite zurückgeleitet. Und Ihre Datenbank ist dann leer.
6.3) Datenbank-Backup einspielen
Nun klicken Sie oben auf den Tab „Importieren“. Sie kommen dann zu einer neuen Seite:

Dort klicken Sie auf den Button, der mit „Datei auswählen“ beschriftet ist. Wählen Sie dann Ihre Datenbank-Backup-Datei aus. Dies ist die Datei, die wir mit dem Namen datenbank.sql.gz bezeichnet haben:

Nun fehlt nur noch ein Klick auf den Button „Ok“, damit das Datenbank-Backup eingespielt wird. Das Hochladen an sich kann – je nach Datenbankgröße – etwas Zeit in Anspruch nehmen.
7) Fertigstellung
Sie sind nun mit dem Einspielen des Backups fertig. Versuchen Sie nun, Ihre Website aufzurufen.
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